Abwesende

Zum Ausgleich für den letzten, etwas albernen Beitrag hier noch ein Beispiel, diesmal ein schönes und ernst gemeintes, aus einem meiner Lieblingsbücher: Haus ohne Halt von Marilynne Robinson. Eigentlich würde ich gern eine viel längere Passage zitieren, denn die gesamte letzte Seite dieses Romans handelt von der Abwesenheit vertrauter Menschen, aber schon um für all diejenigen, die den Roman hoffentlich noch lesen wollen, nicht zu viel vorwegzunehmen, hier nur der allerletzte Satz:

Keiner, der diese Frau beobachtet, wie sie mit dem Zeigefinger ihre Initialen auf das beschlagene Glas malt oder die in Zellophan verpackten Cracker für die Möwen in ihre Handtasche schiebt, kann ahnen, wie sehr ihre Gedanken von unserer Abwesenheit bedrängt sind, oder ahnen, wie sehr sie nicht schaut, nicht horcht, nicht wartet, nicht hofft, und immer auf Sylvie und mich. (Ü: Sabine Reinhardt-Jost)

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